Zum hier Essen oder mitnehmen?

Geschrieben am September 6th, 2008 von Gleb

Immer wieder frustrierend und unterhaltsam zugleich, wie kompliziert das deutsche Steuersystem ist: Spiegel beleuchtet heute das Problem mit der Mehrwertsteuer bei belegten Brötchen – paradox? Aber hallo.

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LinkedIn kommt

Geschrieben am August 20th, 2008 von Gleb

Ah, sieh’ an – LinkedIn hat sich Ende April endlich die deutsche Domain (linkedin.de) geholt (rausgeklagt?). Vorher lief sie ewig auf eine leere Seite der Beteiligungsgesellschaft, die hinter dem RTL-Videodienst Clipfish steckte. Startet LinkedIn also wie bereits mehrmals angedroht endlich in Deutschland, eventuell mit Hilfe der Samwers, die an dem Unternehmen beteiligt sind? Passend dazu gibt es eine kleine Analyse bei Robert Basic.

[ad]Für mich wäre es das typische Beispiel für „Chance vertan“: Statt sich über deutsche Copycats zu beschweren, sollten die US-Vorreiter nicht andauernd die Schlüsselmärkte in Europa verpennen – LinkedIn wurde schon Ende 2002 gegründet, doch erst sechs Jahre später bemüht man sich um entsprechende Auslandsdomains.

Ich bin auch bei LinkedIn angemeldet, finde den Dienst aber überaus nervig – die Navigation ist nicht schlüssig, die Aufteilung der Profile in meinen Augen arg verbesserungswürdig im Direktvergleich zu Xing. Dass LinkedIn etwa drei Mal so viele Mitglieder (ca. 24 Millionen weltweit) hat wie die Hamburger, mag nur für Menschen von Bedeutung sein, die sehr viele internationale Kontakte, allem voran in den USA, zu pflegen haben.

Ich bleibe bei Xing, bin aber trotzdem sehr gespannt, ob durch einen Markteintritt von LinkedIn etwas Bewegung in den derzeit nicht wirklich vorhandenen Business-Netzwerk-Markt kommt.

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Domains: Verschenktes Potential

Geschrieben am August 20th, 2008 von Gleb

Premiumdomains sind im heutigen Brandbuilding unerlässlich – soweit die englische Fachkauderwelsch zum Sonntag, mehr dazu in meinem Kurzartikel bei Domainsmalltalk. Tatsächlich haben Nachfrage und Verkaufspreise gerade im .de-Bereich in den vergangenen zwei Jahren rapide angezogen: Fast jeden Monat gibt es mittlerweile mindestens einen sechsstelligen Sale – noch 2005 war das eine extreme Seltenheit. Mit Poker.de (700.000 Euro) und Shopping.de (über 1,5 Mio. Euro) wurden in kürzester Zeit neue Bestmarken gesetzt.

[ad]Leider haben viele Premiumdomain-Besitzer überhaupt keine Ahnung, wie sie den organischen Traffic gescheit monetarisieren können und leiten stur auf Parkingprogramme von Sedo und Namedrive (irgendwie habe ich das Gefühl, das gefühlte 90% des Internets mittlerweile aus Adsense-Anzeigen bestehen), um am Ende des Monats vielleicht 100 Euro mitzunehmen. Ich bin da keine Ausnahme und lasse das Potential von Domainschätzen wie Videospiele.de derzeit völlig ungenutzt, Zeitmangel sei Dank.

Bis Ende des Jahres habe ich mir nun vorgenommen, mein Domainportofolio zu „entwickeln“, wie es im Domainer-Bereich gerne heißt – beispielsweise mit themenbezogenen Landingpages und verstärkt eigenen Projekten. Unabhängig davon stehen die besagte Videospiele.de und div. andere hochkarätige .de- und .com-Namen weiterhin zum Verkauf – kontaktiert mich am besten via Xing.

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Bye, bye Games Convention

Geschrieben am August 20th, 2008 von Gleb

Heute startet in Leipzig die Games Convention, die mittlerweile weltgrößte Videospielmesse – zum allerletzten Mal, denn der Branchenverband der Unterhaltungssoftwarehersteller wird die Leitveranstaltung ab 2009 unter neuem Namen in Köln austragen. Die Stadt Leipzig ist verständlicherweise richtig sauer, war die Messe mit zuletzt 200.000 Besuchern ein enormer Wirtschaftsfaktor für die Region. Zwar wollen sie nach eigenem Bekunden um den Austragungsort kämpfen, doch ohne den Branchenverband und seinen Zugpferden Electronic Arts (Köln), THQ (Krefeld) und Ubisoft (Düsseldorf) hat das nicht den Hauch einer Chance.

[ad]Ich war bereits bei der Erstausgabe 2002 als Aussteller dabei und habe anschließend Jahr für Jahr miterlebt, wie eine zunächst als „äußerst gewagt“ abgestempelte Idee zu einem riesigen Unternehmen avancierte: Zur GC ist in Leipzig absoluter Ausnahmezustand, jeder und alles ist mit Plakaten vollgepflastert, Hotels sind bis nach Dresden ausgebucht, Taxifahrer schieben Überstunden.

Der heutige Spiegel Online-Artikel zum Thema bringt das Hauptproblem gut auf den Punkt: Leipzig ist zu klein für so eine Megaveranstaltung. Wer ein gutes Hotel in Messenähe haben möchte, muss ein halbes Jahr vorher buchen. Auch gab es bis 2006 so gut wie keine gescheiten Flugverbindungen, was vor allem den abertausenden Gästen aus dem Ausland negativ aufgestoßen ist. Die Stadt selber haben die meisten geliebt, sind die Menschen dort doch stets freundlich und ganz sympathisch aufgeregt, wenn plötzlich eine bunte Mischung aus deutschen Teenagern und Asiaten im Businesslook die Innenstadt stürmt.

Auch wenn ich mich in Leipzig immer sehr wohl gefühlt habe, kommt mir der Umzug als Kölner natürlich gerade recht – deswegen bin ich auch das erste Mal zuhause geblieben und eigentlich ganz glücklich, den Stress einmal nicht mitmachen zu müssen. Ansonsten habe ich Jahr für Jahr um die Zeit in fünf Tagen locker drei, vier Kilogramm verburnt, obwohl man auf der GC alle 20 Minuten mit irgendwem essen muss. Allen, die hingehen: Viel Spaß!

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Hulk Hogan sagt, was ich will!

Geschrieben am August 15th, 2008 von Gleb

Heute zufällig bei Techcrunch entdeckt: Beim US-Startup LiveAutographs darf man eine Reihe von mehr oder weniger bekannten C-Stars aus den USA Wörter in den Mund legen – beispielsweise Ex-Wrestler Hulk „Vier Bypässe“ Hogan, Carmen Electra und der „Lost“-Besetzung.

[ad]Für umgerechnet 100 Euro erhält man in 3-4 Monaten eine handsignierte Autogrammkarte sowie ein Video, wo der jeweilige, wohl arg verzweifelte Promi den vom Besteller vorgegebenen Text abrattert - im vorliegenden Fall ein kurzes „I love TechCrunch“ von Star-Trek-Veteran und „World of Warcraft“-Freund William Shatner. Das hat irgendwie was. Wann klaut’s jemand für Deutschland?

Leider ist die zur Auswahl stehende Starriege noch viel zu klein. Auch könnte das Zeichenlimit für die gewünschte Botschaft etwas größer ausfallen: Derzeit stehen maximal 300 Zeichen zur Verfügung.

Viel eher würde mich allerdings die Aufsplittung der Gebühr (149 US-Dollar) interessieren – wie viel kriegt der gute William für diese Erniedrigung und wie viel das Unternehmen, das den Stars wahrscheinlich ständig mit einer Cam und Logo-Pappaufsteller hinterherreisen muss? So oder so: Witzige Idee. Erinnert mich an diese pseudo-individuellen Schlagersongs, die früher bei Super RTL angepriesen worden sind („Frank Zander singt ein Ständchen für X – für X bitte Namen einsetzen“).

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Gelaskins: Sieht gut aus

Geschrieben am August 13th, 2008 von Gleb

Hat schon einer Gelaskins ausprobiert? Das gleichnamige Startup aus der Schweiz verkauft selbstklebende Grafikumhüllungen für Laptops und iPhones, die im Vergleich zu allen anderen bislang verfügbaren Angeboten in dem Bereich auch mal nach was aussehen. Ein weiterer großer Vorteil, gerade für frischgebackene iPhone 3G-Besitzer: Die hauchdünnen Aufkleber, basierend auf 3M-Technologie, bieten einen soliden Kratzschutz für die empfindliche Kunststoffoberfläche.

[ad]Ich werde es demnächst einmal ausprobieren, allerdings graust es mir vor dem Aufklebevorgang, da es mir nach arger Fummel-Blasenausdrück-Arbeit ausschaut. Ich hatte die Jungs mal gefragt, ob man denen nicht einfach paar Laptops zum Aufkleben vorbeischicken könnte, sie aber versicherten mir, dass es ganz einfach sei und den Aufwand nicht wert wäre.

Nun denn, wir werden sehen, ob es eine kostengünstige Alternativen zum teuren Customizing-Airbrush ist. Nette Guerilla-Marketing-Idee am Rande: Derzeit „verschönert“ Gelaskins die iPhone 3G-Plakatwerbekampagne in Basel.

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Google Street View Car in Frechen

Geschrieben am August 12th, 2008 von Gleb

Heute habe ich bei der Fahrt durch das beschauliche Frechen bei Köln ein Google Street View Car entdeckt. Leider hatte ich mein iPhone nicht schnell genug zur Hand für ein Foto. Wer es nicht kennt: Google fährt seit geraumer Zeit munter durch die USA und diverse europäische Länder, um mit einer 360-Grad-Kamera die Umgebung für das „Street View“-Feature bei Google Maps abzufotografieren.

[ad]Im Endprodukt kann man besonders gefragte Straßen online „virtuell“ abfahren – eine ziemlich coole Idee! Man stelle sich nur vor, welche Möglichkeiten sich mit einem gut bestückten Bilddatenbestand in der lokalen Suche eröffnen. In den USA hat Street View durch die kontroverse Diskussion um die Persönlichkeitsrechte der zufällig aufgenommenen Passanten bereits viel Negativpresse bekommen.

Das deutsche Street View ist noch nicht am Start, dürfte aber in absehbarer Zeit folgen, nachdem immer öfter schwarze Opels mit einem riesigen Kameragestell auf dem Dach auf deutschen Straßen erspäht werden.

Ganz dezent findet sich auf der Beifahrertür ein Google-Aufkleber. Darüber hinaus haben alle Autos ein „HH“ auf dem Kennzeichen – Hamburg ist der Stammsitz von Google Deutschland. Die Autos verfügen über acht Kameras und drei Laservermessungsgeräte. Mit einer Standortbestimmung via GPS im Rücken schießen diese alle zwei Sekunden ein 360°-Foto von der Umgebung. Später wird das ganze zu einer Art Film aufbereitet.

Zugegeben: Viel lieber hätte ich einen freakig abgeklebten Erlkönig des neuen BMW Z4 gespottet, aber das Leben ist bekanntermaßen kein Wunschkonzert. Bleibt die Frage: Was fotografieren die im Gewerbegebiet einer Kleinstadt? Wahrscheinlich verfahren…

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Wie bin ich?

Geschrieben am August 11th, 2008 von Gleb

Abgedrehte Idee, die ich da bei Alex gesehen habe: Bei CheckYourImage kann man sich gegen Geld von freiwilligen Mitmenschen anhand von Fotos bewerten lassen, beispielsweise ob einem der neue Haarschnitt steht – quasi Hotornot für Geld.

[ad]Die Palette reicht von 25 Euro (50 Bewertungsteilnehmer) bis hin zu 490 EUR (1000 Teilnehmer). Abgedreht, aber irgendwie auch interessant. Kann das aufgehen? Gibt doch bestimmt ein erfolgreiches US-Pendant hierzu…?

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brands4friends im Interview

Geschrieben am August 2nd, 2008 von Gleb

Anlässlich meines Shopping-Club-Testlaufs habe ich mir brands4friends-Mitbegründer und Marketing-Director Nicolas Speeck für ein Interview geschnappt.

Nicolas, vormals in leitender Position u.a. bei ElectronicScout24, Promarkt Online und I-D Media tätig, erzählt ein paar Takte zur Zukunft des erfolgreichen Startups sowie zum Club-Businessmodell im Allgemeinen. Here we go:

Tritus.de: Nicolas, Ihr habt 2008 ein rasantes Wachstum hingelegt. Wie viele Neuanmeldungen verzeichnet ihr und läuft brands4friends mittelfristig nicht Gefahr, durch zu schnell ausverkaufte Aktionen für Frust zu sorgen? Ich erinnere mich noch an die Aufschreie nach euren beiden Apple-Aktionen, die innerhalb von fünf Minuten vergriffen waren.
Speeck: Wir befinden uns momentan bei über 800.000 Mitgliedern und wachsen teilweise um mehr als 10.000 neue Mitglieder täglich. Selbstverständlich sind wir immer bestrebt, eine größtmögliche Warenmenge anbieten zu können.

Auch wenn es manchmal schnell ausverkauft aussieht – wir haben meist fünfstellige Mengen bei den Verkaufsaktionen vorrätig. Wer regelmäßig reinschaut und bei seiner Lieblingsmarke auch schon morgens dabei ist, hat meist sehr gute Chancen.

Wir befinden uns momentan bei über 800.000 Mitgliedern.

Tritus.de: Dass Modelabels mit älterer Saisonware ihre aktuellen Kollektionen nicht verwässern wollen, ist nachvollziehbar. Wie aber schafft man es, beispielsweise den aktuellen iPod Touch deutlich unter Ladenpreis anzubieten – im vorliegenden Fall ist Apple doch ein Musterbeispiel für einen Hersteller, der selten von seiner UVP abweicht bzw. Dumpingaktionen bei seinen Vertriebspartnern nicht gerne sieht…?
Speeck: Elektronik ist sicherlich eine Ausnahme, da dort die Margen normalerweise sehr gering sind. Wir hatten bei der letzten iPod-Aktion aber ein einmalig gutes Angebot unseres Partners vorliegen und wollten damit unser Mitglieder gerne mal aus der Reihe erfreuen.

Tritus.de: Wie wollt ihr euch in den kommenden Monaten weiterentwickeln: Wird es irgendwelche konzeptionelle Neuerungen geben, beispielsweise Zwei-Klassen-Angebote à la BuyVip, oder eine Erweiterung der Sortimentbandbreite?
Speeck: Eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ macht sicherlich nur Sinn, wenn man den Mitgliedern darüber hinaus weitere tolle Premiumangebote bieten kann - minimale Vorteile machen da aus meiner Sicht keinen Sinn. Unsere Kunden sind ja bereits durch die Mitgliedschaft privilegiert und profitieren von den günstigen Preisen, die zwischen 30% und 70% unter dem Ladenpreis liegen. Wir haben aber neben unserer Warteliste, die von unseren Mitgliedern freigeschaltet wird, noch weitere spannende Ideen in der Umsetzung – mehr möchte ich hier erstmal noch nicht dazu verraten…

Tritus.de: Wird das Unternehmen mittelfristig internationalisiert? Die einschlägigen Auslandsdomains habt ihr euch ja bereits gesichert.
Speeck: Wir wollten uns nur im Vorfeld die Arbeit von langfristigen Rechtsstreits mit Domaingrabbern ersparen. Dieses Jahr steht sicherlich Deutschland, neben Österreich, im Fokus unserer Bemühungen – schließlich ist es das einwohnerstärkste Land Europas. Expansionen wollen wir damit aber natürlich nicht ausschließen…

Die Retouren bewegen sich im einstelligen Prozentbereich und sind für den Mode-Versandhandel sensationell niedrig.

Tritus.de: Durch die StudiVZ-Kooperation dürftet ihr die im Schnitt jüngste Kundschaft im Shopping-Club-Segment haben. Äußert sich das in einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an Retouren oder nicht (rechtzeitig) bezahlten Waren?
Speeck: Wir haben ja nicht nur Mitglieder von StudiVZ, die jedoch Ende 20 sind, sondern auch viele Mitglieder durch unsere exklusive Kooperation mit anderen Partnern und durch die virale Verbreitung an Freunde und Eltern. Die Retouren bewegen sich im einstelligen Prozentbereich und sind für den Mode-Versandhandel sensationell niedrig - möglich, dass viele Kunden ihre Einkäufe einfach an Freunde verschenken, wenn Sie nicht passen. So günstig kommen sie nie wieder an ein Geschenk.

Tritus.de: Welche Zahlungsweise wird bei euch am meisten bevorzugt und wieso hat brands4friends im Gegensatz zu BuyVip und Vente Privee einen Mindestbestellwert (19 Euro)?
Speeck: Wie im Online-Versandhandel üblich, sind Kreditkarte und Vorkasse stark verbreitete Zahlungsarten. Ein Mindestbestellwert sichert uns nach unten ab, damit wir unsere Prozesskosten refinanzieren können. Aber nichts ist bekanntermaßen für die Ewigkeit.

Im Schnitt benötigt eine Verkaufsaktion 1-3 Wochen Vorlauf.

Tritus.de: Bei so eng kalkulierten Angeboten stelle ich mir vor, dass ihr je nach Marke entweder sehr kurzfristig oder auf immens lange Sicht planen müsst – insgesamt dürfte ein riesiges Maß an Flexibilität gefordert sein. Wie sieht der durchschnittliche Einkaufshorizont von brands4friends aus?
Speeck: Da hast du recht. Auf der einen Seite planen wir sehr langfristig, wann z.B. der ideale Zeitpunkt für Bademode oder Winterjacken ist. Auf der anderen Seite müssen wir auch immer noch sehr flexibel bleiben und auf die Wünsche der Hersteller eingehen können. Im Schnitt benötigt eine Verkaufsaktion 1-3 Wochen Vorlauf.

Tritus.de: Seit diesem Jahr bewegt sich das Konzept der geschlossenen Shopping-Clubs mit Tempo Richtung Massenmarkt. Die logische Schlussfolgerung: Von Exklusivität kann bald nicht mehr die Rede sein, brands4friends & Co. sind am Ende des Tages normale Onlineshops mit vorgeschalteter Freischaltung durch bestehende Mitglieder – dem Geschäftsmodell dürfte doch damit zumindest auf der Einkäuferseite jede Grundlage (ältere Ware „diskret“ unter das Volk bringen) genommen sein, oder?
Speeck: Die Preise und Angebote sind nur für Mitglieder. Wir sind ein exklusiver Club und bieten Markenmode zu Freundschaftspreisen an, daran wird sich auch nichts ändern. Je mehr Mitglieder wir haben, desto bessere Angebote können wir machen. Insofern widerspricht sich das nicht. In Frankreich hat Vente Privee über vier Millionen Mitglieder  und noch keine Probleme mit den Herstellern.

Tritus.de: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.

Nicolas hat mir im Zuge dessen gleich angeboten, demnächst in der Berliner Firmenzentrale vorbeizuschauen, worauf ich bei Gelegenheit gerne zurückkommen werde. Bis dahin erhaltet Ihr in Paulinepaulines Vor-Ort-Bericht einen Eindruck.

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Brügge sehen… und sterben

Geschrieben am August 2nd, 2008 von Gleb

Kleiner Geheimtipp, ganz großes Kino – richtig toller Independent-Film mit bekannten Gesichtern wie Colin Farrell und Ralph Fiennes in einer märchenhaften belgischen Stadt (na Brüge, eben).

[ad] Erinnert schon im Trailer an die beiden Guy-Ritchie-Filme „Snatch“ und „Bube, Dame, König, Gras“ und stellenweise an „Pulp Fiction“. Rabenschwarzer Humor, teilweise ziemlich brutal, völlig abgedrehte Dialoge und Grimassen.

Von Presse und Zuschauern hochgelobt, von den meisten deutsches Kinos seit der Premiere im Mai indes auf das übliche Abstellgleis gestellt. Unbedingt anschauen, wenn es geht in der englischen Originalfassung (geht in Ordnung auf Deutsch, aber die Akzent-Finessen und massiven Fluchorgien verfliegen naturgemäß).

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Viele Grüße,