Techcrunch gone wild?

Geschrieben am July 18th, 2008 von Gleb

Angeblich buhlen AOL und News Corp. derzeit um den US-Vorzeigetechblog Techcrunch. Die Nonplusultra-Lektüre des Valleys, einst als Hobbyprojekt gestartet, verdient etwa 200.000 Werbedollars (nicht Euro, wie hier und da behauptet) im Monat und baut sich derzeit verstärkt ein Standbein als Veranstalter von Branchenevents auf.

Verkaufsgerüchte gab es schon länger, diesmal soll es allerdings konkreter denn je sein. Doch Achtung: Gründer Michael Arrington, mittlerweile ein echter Dotcom-Guru und regelmäßige Expertenstimme bei Technologie-relevanten Themen der großen TV-Nachrichtensendungen, hat angeblich 100 Millionen US-Dollar als Kaufpreis aufgerufen, während AOL laut AllThingsDigital „nur“ 20 bis 30 Millionen US-Dollar geboten haben soll – wenn es für die Jungs ganz schlecht läuft also einen marktüblichen Jahresrevenue-Multiplikator von 8,3.

Bei allem Respekt für die Güte der Techcrunch-Berichterstattung: Umgerechnet 63 Millionen Euro (entspricht etwa dem 42-fachen des aktuellen Jahresertrags) für einen drei Jahre alten Blog? Selbst angesichts der 3,2 Millionen Unique Visitors, die das Netzwerk mittlerweile pro Monat an Land zieht, erscheint mir das absolut utopisch.

via ZDnet, Internetszene

Veröffentlicht in Web 2.0

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