Nokia kauft Plazes
Gratulation nach Berlin und Zürich: Das zuletzt in einer regelrechten Identifikationskrise gestrauchelte Plazes wurde von Nokia geschluckt, just als es gerade Gefahr lief, nach rund 3,7 Millionen Euro VC von Investoren-Sternchen wie Martin Varsavsky langsam in Vergessenheit zu geraten.
Das Konzept finde ich nach wie vor spannend: Via Handy und PC können Plazes-Nutzer ihren aktuellen Standort auf der Weltkarte markieren.
[ad] Als die Kernidee alleine den Massenmarkt verfehlte, switchte das Unternehmen 2007 auf eine Art Geo-Twitter, bei dem man fortan noch mitteilen konnte, was man gerade an dem jeweiligen Ort macht. Es blieb – von meinem rein subjektiven Eindruck her – weiterhin eine technisch ausgefeilte Geek-Applikation.
Der Aufkauf durch Nokia, dem eine vollständige Integration des Dienstes in die Services & Software-Sparte der Finnen folgen soll, könnte Plazes nun doch noch zu einem späten Ruhm verhelfen: Nokia drängt schon länger sehr zielstrebig Richtung Mobile Local Search, hat unter anderem im vergangenen Jahr die Navigationscompany Naqteq übernommen und mit dem N95 ein rundum gelungenes GPS-Handy eingeführt.
Wie viel der Handyhersteller für das 13-Mann-starke Plazes-Team hingelegt hat, wird leider nicht veröffentlicht.
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