Stand der Dinge bei Townster

Geschrieben am June 8th, 2008 von Gleb

Viele von euch werden meine Wenigkeit mit dem Local-Search-Startup Townster verbinden, das ich im vergangenen Jahr mit zwei Kollegen gegründet und bis zu einer ansehnlichen Venture-Capital-Finanzierung bugsiert habe.

Leider endete der Höhenflug vorläufig mit einer Notlandung im November: Kurz vor der Early-Stage-Geldspritze entschied sich ein Mitgründer zum Ausstieg, was unserer bereits auf etwa 15 Monate ausgelegten Schedule einen argen Knick verpasste.

[ad] Da der scheidende CTO eine unersetzliche Rolle in diesem klar Technologie-getriebenen Unternehmen gespielt hat, entschieden wir uns damals - begleitet von einer bewusst sehr offensiven Kommunikation der Situation - für eine Veräußerung der NETLABS GmbH, vor allem um unsere Seed-Finanzierung halbwegs auffangen zu können. Seither herrschte Funkstille.

Stand der Dinge

Wir haben bis heute acht Verkaufsverhandlungen geführt, darunter mit zwei namhaften Medienhäusern. Zu einer Einigung ist es bisweilen nicht gekommen, war doch jeder Deal stets an die Weiterverpflichtung des Teams inkl. unserer Personen als Geschäftsführer für mindestens 6-12 Monate gekoppelt. Wir (Thorsten und ich, die Geschäftsführer) aber haben uns mittlerweile neuen Projekten zugewandt und betreiben Townster nur noch nebenbei, was mit diesem Wunsch leider klar kollidiert. Die an der Entwicklung von Townster beteiligte Agentur millepondo steht dagegen für eine Weiterverpflichtung beim neuen Eigner zur Verfügung.

Während wir also keinen extremen Verkaufsdruck mehr verspüren, suchen wir doch weiterhin intensiv nach einem ressourcenstarken Partner, der vor allem das Potential des Brands erkennt: Mit einer gewissen Developer-Power im Rücken rechne ich Townster auch weiterhin ein immenses Markenpotential zu. Nicht zuletzt im Hinblick auf mobile Endgeräte (u.a. iPhone, Android) wird lokale Suche 2008/2009 ein zugkräftiges Thema sein, weshalb ich auch fernab von Townster weiterhin akribisch nach Gelegenheiten in diesem Bereich suche.

Was bleibt?

Tatsächlich hat die Sache bis heute auch viele sehr positive Effekte gebracht: Neben unbezahlbaren Learnings (s. hier und hier) und zahlreichen, wirklich wertvollen Kontakten sprangen am Ende sogar einige äußerst schmeichelhafte Jobangebote für uns heraus, die wir gerade rege diskutieren.

Veröffentlicht in Web 2.0

6 Responses

  1. Ein Lebenszeichen von Townster :: deutsche-startups.de

    [...] für mindestens 6 bis 12 Monate gekoppelt”, schreibt Gründer Tritus in seinem Blog. Die ehemaligen Macher wollen dies aber nicht: “Wir haben uns mittlerweile neuen Projekten [...]

  2. About Townster » Blog Archiv » Wir sind noch da!

    [...] Wie es um Townster steht, erfahrt ihr in meinem kürzlich gestarteten Privatblog Tritus.de. [...]

  3. Interview mit Gleb Tritus (Townster, Affaires-Media) | Gründerszene

    [...] gelernt hat sowie über die erwartete Mobile-Revolution. Über seine Erfahrungen kann man übrigens hier und hier lesen - sehr empfehelswert, nicht nur für noch nicht so routinierte [...]

  4. Patient wiederbelebt | Tritus.de

    [...] Alexander von Deutsche-Startups kürzlich auf mein Statusupdate bezüglich Townster verwiesen hat, trudeln fast täglich neue Anfragen bezüglich des [...]

  5. PeterSilie

    Bei welchem Preis seit ihr denn mittlerweile für Townster angelangt oder dreht es sich mittlerweile nur darum Townster irgendwann/irgendwie an den Mann zu bringen?

    Ich persönlich finde es schade, dass ein so angenehmes STartup wegen irgendwelchen Investoren und Unstimmigkeiten im Team untergeht.

  6. woobby.com - Der Blog zur Ranking Community » Startup Lesson 13: Last Exit Ebay?

    [...] ist tot. Und für die Beerdigungskosten soll nun Ebay sorgen. Da Gleb, Thorsten und Thomas nur ein paar Monate vor uns gestartet sind und sie quasi Kölner Nachbarn [...]

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