Empfehlung: MyLiveShopping.de

Geschrieben am April 5th, 2011 von Gleb

MyLiveShopping.de ist die dritte Seite im Bunde meiner Aggregatoren-Empfehlungen. Diesmal geht es – wie es der Name bereits vermuten lässt – um klassische Live-Shopping-Angebote nach dem Woot!-Prinzip. Meistens gibt es dabei ein Produkt für eine sehr kurze Zeit (zum Beispiel 24 oder 48 Stunden) zu einem  besonders günstigen Preis.

Damit ist das Grundkonzept nahezu identisch zu Groupon & Co., konzentriert sich allerdings auf populäre Artikel aus dem Bereich Bekleidung und Unterhaltungselektronik. Nach dem großen Erfolg von „Woot!“, das mittlerweile von Amazon übernommen wurde, entfachte in Deutschland ein regelrechter Run auf das Live-Shopping-Segment. Inzwischen hat sich der Markt genauso wie bei „Groupon“ & Co. deutlich konsolidiert: Große Player wie „Guut.de“ wurde viel Wind aus den Segeln genommen und die Produktvielfalt ist mittlerweile deutlich zusammengeschrumpft.

Einige Anbieter wie iBOOD, Preisbock und ur.deal halten sich allerdings wacker und lancieren auch weiterhin jeden Tag mindestens ein neues Produkt mit Abschlägen von bis zu 50%. Die größten Rabatte beobachtet man dabei bei Elektronik (z.B. Fernseher und DVD-Player) sowie kleinerer PC-Peripherie (z.B. Computer-Mäuse). Ferne kann man bei einem Blick auf MyLiveShopping.de zwei grundsätzliche Trends feststellen: Mittlerweile starten auch große Namen wie eBay, Promarkt, Lidl und Plus Live-Shopping-Angebote.

Gleichzeitig gibt es auch immer mehr Nischenplayer, die sich meistens einem sehr begrenzten Sortiment (z.B. „Hitseller“ oder „Brandworld24“) oder gar nur einer einzigen Produktgruppe (z.B. „Games-Liveshop“) verschreiben.

Mit einem Blick auf MyLiveShopping.de erhalten Sie Einsicht in sämtliche nennenswerte Angebote aus Deutschland. Ein großer Countdown über dem jeweiligen Logo signalisiert dabei die Rest-Laufzeit des Deals. Wie so oft gilt allerdings die Vorgabe „Solange der Vorrat reicht“: Dementsprechend ist es kein Wunder, das besonders beliebte Produkte wie beispielsweise die „Xbox 360“ schon bei geringen Abschlägen von 20-30% gleich am Morgen ausverkauft sind.

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Empfehlung: Tagesangebote.de

Geschrieben am April 1st, 2011 von Gleb

Seit dem Start von „Groupon“ (ehemals „Citydeal“) in Deutschland vor rund einem Jahr erreichte den internetinteressierten Verbraucher eine wahre Flut von Gutschein-Seiten. Das Konzept ist dabei stets dasselbe (s. mein Review von Citydeal/Groupon) und erinnert an den Dotcom-Klassiker „Letsbuyit“: Viele Menschen finden sich zusammen und drücken so den Preis auf einen bestimmten Deal. Derzeit sind das vor allem Restaurant-Gutscheine mit einem Abschlag von etwa 50%, wobei Marktführer „Groupon“ und der Verfolger „DailyDeal“ zuletzt stark auf Beauty und Kosmetik gesetzt haben.

In weniger als 12 Monaten formten diese Anbieter eine regelrechte „Gutschein-Kultur“, wie sie in England und den USA längst selbstverständlich ist und in Deutschland lange undenkbar galt: Schnäppchenjäger stürmen stellenweise zu Tausenden in kleine Coffee Shops oder Asia Buffets, um beispielsweise 60% Abschlag auf Kaffee und Nudeln zu erhaschen. In den USA führte das bereits zur ersten publikumswirksamen Kritik kleinerer Gastronomie-Betriebe, die dem Ansturm nicht gerecht werden können – das Luxusproblem „Zu viele Kunden!“ ist geboren.

Tagesangebote.de versteht sich als Aggregator für all diese Gutschein-Seiten. Ziel des Konzepts ist die übersichtliche Darstellung aller aktuell laufenden Deals der großen deutschen Anbieter. Das Spektrum reicht dabei von „Groupon“ über „Dailydeal“ bis hin zu kleineren Nischenplayern wie „Qype Deals“ (zuletzt aus „cooleDeals“ hervorgegangen).

Lokalpatrioten freuen sich derweil auch auf einige Gutschein-Seiten, die über die Grenzen der jeweiligen Stadt kaum bekannt sind: „PromoZebra“ ist so ein Angebot und lanciert vor allem Gastronomie-Deals aus dem Großraum München.

Da die meisten Deals bei „Groupon“ & Co. nur 24 Stunden (bei so genannten „Special Deals“ sogar noch kürzer) laufen, ist eine übersichtliche Zusammenfassung wie Tagesangebote.de besonders praktisch. Genauso wie bei den Startseiten der tatsächlichen Anbieter kann man oben rechts seine Heimatstadt auswählen und somit ausschließlich relevante Deals anzeigen lassen. Die Auswahl ist groß, auch wenn der Markt der Gutschein-Seiten durch Übernahmen zuletzt deutlich geschrumpft ist: So listet Tagesangebote.de aktuell alleine für Köln 22 Deals.

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Empfehlung: MyShoppingclubs.de

Geschrieben am February 14th, 2011 von Gleb

Shopping-Clubs sind im deutschen eCommerce mittlerweile angekommen – die Exits der letzten Monate (BuyVip ging an Amazon, brands4friends an eBay) haben das eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Auf den Endkunden dürften sich die Übernahmen zumindest kurzfristig positiv auswirken: Die neuen Eigner investieren kräftig in Werbung und – trotz voranschreitender Sättigung - Neukunden-Angebote für hartnäckige Verweigerer, wie beispielsweise zuletzt eBay mit einem 15-Euro-Willkommensbonus.

Ob die Qualität der Angebote im nunmehr vierten Jahr der deutschen Shopping Club-Landschaft zu- oder abgenommen hat, bleibt strittig: Manche „Impulsshopper“ schwören auf den Preisvorteil von brands4friends & Co., andere wiederum wollen sich wegen eines 10%-Rabatts nicht zu einem unüberlegten Kauf hinreißen lassen. Den Umsätzen der Clubs hat die Debatte bislang nicht geschadet: Auch wenn Branchenbeobachter eine Abkehr von den mittlerweile alles andere als exklusiven Clubs prophezeien, gehen die Jahresumsätze der großen Namen weiterhin steil nach oben.

Täglich starten auf den großen deutschen Shopping Clubs etwa 30-40 Verkaufsaktionen. Wer da die Übersicht behalten will, muss bereits am frühen Morgen die entsprechenden Newsletter screenen oder eben einen Aggregator wie MyShoppingclubs.de benutzen. Das deutschsprachige Angebot deckt neben den großen Clubs (u.a. Vente-Privee, Limango, pauldirekt) auch immer mehr Nischenspieler wie mykidbrands, mysportbrands oder zalandolounge ab.

Das Prinzip ist denkbar einfach und wertet die Suche nach besonderen Club-Schnäppchen in der Tat auf: Auf der Startseite aggregiert der Dienst einfach die aktuellen Verkaufsaktionen der genannten Anbieter untereinander – ein schnelles Scrollen, schon hat man einen guten Überblick über das aktuelle Spektrum. Produkte sieht man dabei – genauso wie auf den Startseiten der Shopping Clubs – nicht. Dafür muss sich der Nutzer nach wie vor beim jeweiligen Club einloggen.

Einige kleine Shopping Clubs berücksichtigt MyShoppingclubs.de noch nicht, was allerdings an der jeweils fehlenden Affiliate Marketing-Möglichkeit liegen dürfte. Unabhängig davon serviert das Angebot schnell und unkompliziert einen guten Rundumschlag unter den deutschsprachigen Online-Outlets. Und da der Faktor „Zeit“ bei jenen Angeboten oftmals über sein oder nicht sein (bestellt oder nicht bestellt) entscheidet, ist das Plus an Übersichtlichkeit definitiv einen Bookmark wert.

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Hausbesuch bei Townster

Geschrieben am March 25th, 2010 von Gleb

Deutsche-Startups hat unser ehemaliges Unternehmen Townster in ihren neuen Berliner Büros besucht. Kurz nach dem Relaunch ist übrigens auch die Townster iPhone-App für die Hauptstadt erschienen – langsam aber sicher macht sich das gute Stück. Go Townster!

Ansonsten: 190 m² für 1200 Euro kalt? Ich muss nach Berlin…

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Die Welt hortet Canon Drucker!

Geschrieben am March 18th, 2010 von Gleb

Ich habe eine bombige Investment Opportunity für euch: Legt’ euer Geld in Canon Pixma-Tintenstrahldrucker an. Die Dinger sind schwerer zu bekommen als kohlenhydratarmes Essen in Kalifornien: Immer wenn ich ein Gerät kaufen will (die Serie ist sehr zu empfehlen, sowohl privat als auch als Fax-/Scanner-/Drucker-Lösung fürs Büro), sind die Teile absolut überall restlos vergriffen – und ich rede hier von aktuellen Modellen, keinen Auslaufgeräten vom Vorjahr.

Seit ein paar Wochen versuche nun den Pixma MX860 zu bekommen. Das ist ein ganz gewöhnlicher Drucker im mittleren Preissegment, der einem überall hinterhergeschmissen wird.

In den meisten Onlineshops wird die Lieferzeit mit „Mai 2010“ angegeben, bei MediaMarkt & Co. ist (von den dortigen Wucherpreisen mal abgesehen) auch alles leer geräumt. Eben hatte ich via Idealo einen Shop gefunden, der das gute Stück angeblich auf Lager hatte. Bestellt, kurz gewartet – Fehlermeldung: Ausverkauft!

In den letzten Jahren hatte ich mehrfach genau dasselbe Szenario mit dem Vorgängermodell. Kann mir einer mal erklären wieso man stinknormalen Tintenstrahldruckern hinterherjagen muss wie einst dem ersten iPhone? Argh…

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Citydeal im Test

Geschrieben am February 28th, 2010 von Gleb

Wie schon damals bei den Shopping-Clubs probiere ich neue eCommerce-Konzepte stets gerne aus der ganz normalen Kundensicht aus. Momentan spricht alle Welt über Groupon. Die Idee aus Chicago ist simpel, genial und alles andere als neu: Für Ballungszentren wie New York oder London werden für kurze Zeit lokale Deals angeboten, z.B. Restaurant-Gutscheine in Höhe von 50 USD Dollar für nur 25 USD. Der Deal kommt erst zustande, wenn sich eine bestimmte Anzahl an Nutzern bereit erklärt ihn zu kaufen. Über die Masse werden dann teilweise sehr lukrative Rabatte eröffnet. Gleichzeitig erlebt so manches kleine Kosmetik-Studio oder Cocktail-Bar plötzlich den zweiten Besucherfrühling.

[ad]In einer abgewandelten Form scheiterte vor einer gefühlten Ewigkeit Letsbuyit (heute ist nur noch eine Preissuchmaschine geblieben) an diesem eigentlich doch so einleuchtenden Modell der kollektiven Kaufkraft. In Deutschland gibt es aktuell einen Gründerrun wie damals bei Twitter. Dabei haben sich besonders Citydeal und Dailydeal hervorgetan, die im Januar bereits zusammen etwa 60.000 Unique Visitors auf ihren Seiten hatten. Tendenz stark steigend.

Seit zwei Wochen hagelt es in meinem Outlook Einladungen zu jenen Seiten, auch werden ordentlich Anzeigen bei Facebook & Co. rausgefeuert. Kurzum: Momentan kann man sich dem Hype kaum entziehen. Frohen Mutes habe ich zunächst Citydeal ausprobiert, das mit 4 Millionen Euro Risikokapital von Otto, Holtzbrinck und den Samwers aggressiv auf Wachstumskurs gebracht wird.

Meine Eindrücke zu den ersten drei Deals, die ich gekauft habe:

1. 5 EUR-Starbucks-Gutschein für 1 EUR

Ein geniales Lockangebot für den Start: Die Kaffeehaus-Gänger der Großstädte sind der Inbegriff der Groupon-Zielgruppe. Der Deal hat entsprechend eine immense virale Dynamik bei Facebook & Co. entwickelt. Am Ende hat es so gut funktioniert, das der Schuss total nach hinten losging: In Foren und Blogs mehrten sich Beschwerden und Gerüchte, u.a. dass die Aktion nicht mit Starbucks Deutschland abgesprochen war.

Am Ende war das Chaos perfekt: Statt einen E-Mail-Gutschein zu versenden, den man ausgedruckt zu Starbucks mitnehmen sollte, überweist Citydeal seinen Nutzern momentan 5 EUR aufs Konto. Die Rendite soll mal einer nachmachen! Nichtsdestotrotz: Verwirrend.

2. 24 EUR Sushi für 12 EUR

Als Stammkunde der beliebten Kölner Sushi-Bar Blue Marlin kam der Deal genau richtig. Es hatten sich bereits ausreichend Leute gefunden, also kam der Deal garantiert zustande. Prompt kam auch der E-Mail-Gutschein, den ich paar Tage später eingelöst habe.

Dabei habe ich mir das Konzept auf der Dienstleisterseite erklären lassen: Für jeden mitgebrachten Gutscheincode liegt dem Restaurantbetreiber eine Art „Gegencode“ vor, mit dem er die Echtheit verifizieren kann. Das kann ein bisschen dauern, musste die gute Frau doch erstmal im Ordner mit den vielen Code-Tabellen kramen.

Beiläufig erfuhr ich, dass der Gutschein nur für ein bestimmtes Menü gilt und nicht zur freien Auswahl. Darauf hatte Citydeal in der Beschreibung hingewiesen, wenn auch etwas ungenau. Ich habe es überlesen, also selber Schuld! Diesen Deal hatte Citydeal übrigens in zwei Tagen 323 Mal verkauft – für einen Minibetrieb mit ca. 20 Sitzplätzen sicherlich ein gelungener „Proof of Concept“.

3. Für 4,90 EUR ins Kino

Bei diesem ebenfalls sehr publikumswirksamen Deal pries Citydeal Kinogutscheine für 4,90 EUR an, unabhängig von Faktoren wie Wochentag, Uhrzeit oder Überlange. Der Deal hatte ebenfalls Schnapperpotential, kostet ein Kinobesuch Freitagabend in Köln 12 Euro.

Wieder gab es einen Haken: Aus „markenrechtlichen Gründen“ – welche das sein könnten, kann ich mir immer noch nicht ausmalen – verwehrte Citydeal die Anschrift des jeweiligen Kinos. Der Kunde erfuhr vor dem Kauf also nur, dass er einen Gutschein für ein Kino der Kette X (z.B. UCI oder CineStar) in der Stadt Y erwirbt.

Gerade in Köln war das in meinen Augen eine große Täuschung, denn hier gibt es gar kein UCI-Kino – gemeint ist das UCI in der benachbarten Stadt Hürth, immerhin 20 Minuten Autofahrt aus der Innenstadt. Zwei Tage später hat Citydeal eingelenkt und die Anschriften der Kinos veröffentlicht. Wieso nicht gleich so?

Mein erster Eindruck nach drei Deals:

• Die Kernidee ist in der Tat gelungen und birgt klaren Mehrwert, den man als Verbraucher nicht lange suchen muss. Es würde mich nicht wundern, wenn wir uns mittelfristig massiv in Richtung der Rabattgesellschaft der USA bewegen, wo Gutscheine in keiner Lebens- und Einkaufslage wegzudenken sind.

• Die Teilnahme bei Citydeal ist schon jetzt bemerkenswert einfach: Konto oder Kreditkarte angeben, E-Mail drucken und gleich zum Ort des Geschehens mitnehmen. Klappt wunderbar, Einstiegshürden sind gleich null.

• Die Abwicklung der einzelnen Angebote und ihre Rahmenbedingungen muten dagegen noch chaotisch an. Hier muss man den teilweise über Nacht gegründeten Copycats fairerweise Zeit einräumen, um ihre Prozesse zu standardisieren.

• Unabhängig davon hat das Model sicher Zukunft und großes Wettbewerbspotential, greifen die Groupon-Klone doch u.a. die Monetarisierungsgrundlage von Qype und anderen lokalen Portalen an.

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Quo Vadis, eBay?

Geschrieben am February 6th, 2010 von Gleb

eBay ist für mich ein Bilderbuchbeispiel, wie man ein überaus ertragreiches, massentaugliches Business Modell ins Abseits überfrachten kann: Wenn ich mich heute – seit 1999 eBay-Nutzer der frühsten Stunde – in den „Mein eBay“-Bereich einlogge, werde ich von einem so nervigen Feature-Overkill erschlagen, dass ich am liebsten schreiend zum nächsten „echten“ Flohmarkt rennen möchte. „Mal eben was reinstellen“ ist schon lange nicht mehr – stattdessen klickt man sich müheselig durch eine Oberfläche ohne jeden roten Faden.

Das Management, spätestens seit dem Skype-Kauf doch offensichtlich desorientiert, scheint dem nicht wirklich entgegenwirken zu können: eBays Powerseller-Basis schwindet seit Jahren. Ständig werden neue, teils fragwürdige Regeln (z.B. Pflicht zum versandkostenfreien Versand) eingeführt, erweitert oder wieder gekippt (neu ab Februar: Versandkostenobergrenze statt Gratisversandpflicht). Längst habe ich den Überblick verloren, was man auf eBay nun darf und was nicht – die Plattform ist das Deutschland des Web 1.0: Groß, träge und bis ins i-Tüpfelchen bürokratisiert.

Unabhängig davon ist der Reiz einfach verflogen: Gute Deals und Raritäten wie zur Anfangszeit findet man nur noch selten, auch wenn eBay mit ihrer Deal-Hunterin was anderes kommuniziert. Das Feld gehört überwiegend gewerblichen Verkäufern, die Waren zu völlig handelsüblichen, teilweise gar deutlich erhöhten Preisen zu vertreiben versuchen.

Wenn man sich schließlich nach einem guten Support sehnt, der einen in diesem Chaos an die Hand nimmt, läuft man öfters frontal gegen die Wand: Zuerst muss man die FAQs durchsuchen. Erst danach darf man eine Hotline anrufen, die einem erklärt, wie man die so genannte „Telefon-PIN“ einrichtet. Hat man diese PIN, kann man die richtige Hotline anrufen.

Endlich angekommen, fragte ich nach meinen eBay-Gebührenrechnungen aus dem Jahr 2008. Der Herr verneinte: „Ich kann sie ihnen nicht geben. Sie können das Anliegen dem Support mailen - aber ganz ehrlich, da mache ich ihnen keine Hoffnungen….“

Als ich den guten Mann an die Aufbewahrungsfristen nach Handelsgesetzbuch erinnern wollte, entgegnete er routiniert: „eBay sitzt in Luxemburg. Wir haben uns an die deutschen Gesetze nicht zu halten.“. Das stimmt wohl, leider.

Wann fordern findige Unternehmer dieses fatale Selbstbewusstsein endlich heraus? Die Zeit ist überaus reif für neue Offertos und Ricardos.

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Townster 2.0 ist da!

Geschrieben am February 1st, 2010 von Gleb

Es ist soweit: Nach langer Anlaufzeit ist Townster 2.0 endlich in der Beta-Version online. Von unserer ursprünglich sehr technisch konzipierten lokalen Suchmaschine hat sich die Seite zu einer Art User-Generated-Reiseführer für unsere schöne Hauptstadt Berlin gemausert.

Trotz neuen Gewands bleibt das Kernkonzept gleich: Man kann immer noch Orte anlegen, bewerten und mit Leuten, die selbige favorisieren, in Kontakt treten. Neu sind zusätzliche lokale Services wie das Kinoprogramm in der Umgebung. Bei entsprechendem Anklang soll das Konzept mittelfristig auch auf andere deutsche Großstädte (Köln?) ausgeweitet werden.

Als nunmehr neutraler User kann ich euch empfehlen, dass neue Townster einem Testlauf zu unterziehen: Usability und Funktionsumfang sind stimmig, auch ist schon einiges an Content in der Datenbank. Leider konnten die mit der ursprünglichen Townster-Version akquirierten Nutzer nicht migriert werden, d.h. selbst wenn ihr schon einen Townster-Account hattet, müsst ihr euch noch mal neu anmelden.

Ich wünsche dem neuen Geschäftsführer-Trio Tina Dingel, Lars Smidt und Dennis Kämker auf diesem Wege viel Erfolg mit unserem Baby von einst. Bei Gelegenheit klopfe ich mal für ein Interview an! Der Ansatz eines redaktionell geführten Städteportals mit Web 2.0-Featureeinfall ist überfällig: Was eins so „Web 1.0“ war, macht heute in meinen Augen mehr denn je wieder Sinn.

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Shopping-Clubs: Erfolgreich mit der Masse

Geschrieben am January 30th, 2010 von Gleb

Olaf Groß vom Shopbetreiber-Blog hat die umfassende Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß hinsichtlich der Massenmarkt-Tauglichkeit des Vertriebsmodells Shopping-Club treffend auskommentiert.

Demnach ist bereits jeder dritte deutsche Internetnutzer registriertes Mitglied bei brands4friends & Co. Persönlich erscheint mir dieses Ergebnis noch einen Tick zu optimistisch… Nichtsdestotrotz: Das sich die Shopping-Clubs entgegen ihrer kommunizierten Positionierung als exklusive Nischenangebote längst zu Massenmarktplätzen gemausert haben steht außer Frage: Von Vente-Privee (700 Mio.) über BuyVip (70 Mio.) bis hin zu brands4friends (80 Mio.) haben alle wichtigen Player für 2009 Rekordumsätze vermeldet, die kaum noch unter „Long-tail“ verbucht werden können.

In diesem Jahr interessieren mich in diesem Sektor besonders nachfolgende Fragen:

1. Wie steuert man dem Übersättigungseffekt entgegen? brands4friends ist mit über zwei Millionen angemeldeten Nutzern längst größer als viele etablierte, konventionelle Online-Shops ohne Einladungs- und Anmeldepflicht.

2. Wie schlägt man im nächsten Schritt zusätzlich bare Münze aus dem teils gigantischen Traffic? BuyVip experimentiert seit geraumer Zeit mit O2-Werbung im persönlichen Bereich des Nutzers nach dem Log-In. Vente-Privee könnte nach Aussage von CEO Jacques-Antoine Granjon „Millionen mit Werbung machen“, verzichtet jedoch darauf. brands4friends schließlich hat vor geraumer Zeit Co-Reg-Angebote im Abschluss des Checkout-Prozesses eingebunden. Da dürfte noch einiges kommen!

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Frohes Fest! Alles wird gut…

Geschrieben am December 25th, 2009 von Gleb

Auf diesem Wege wünsche ich euch frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und schon Mal einen guten Rutsch ins neue Jahr. Für mich wird 2010 nach einem eher monotonen 2009 wieder richtig spannend – 2-3 neue Experimente starten, darunter ein sehr großes, worauf ich mich besonders freue.

Ab kommender Woche bin ich wie bereits angekündigt erstmal eine Zeit lang in Kalifornien, um ein paar bestehende Ideen in die Wege zu leiten sowie neue zu entdecken. Wenn das nicht aufgehen sollte, kann ich mich immerhin wichtig und trendy fühlen, weil ich im Sillicon Valley Kaffee getrunken habe…!

Sylvester verbringe ich wie schon letztes Jahr im Erwachsenen-Disneyland Las Vegas. Zwar wird die Vorfreue durch den plötzlich rapide purzelnden Dollar-Kurs etwas getrübt, aber doch bin ich guter Dinge, dass 2009 dort einen gebührenden Abschluss findet. Vorsätze? Blackjack! Bis Januar, meine Freunde…

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Über Tritus.de

Dieses Blog informiert über aktuelle Geschehnisse im Internetgeschäft, technische Innovationen, Verbraucherkuriositäten und sonstige Belange auf der Welle des modernen Zeitgeistes.

Viele Grüße,